Der diesjährige Projekttag der BOT- und FOT-Klassen am 20.06.12 stand ganz im Zeichen umweltpolitischer Fragestellungen und machte deutlich, wie kompliziert die internationale Entscheidungsfindung zur Rettung der Erde im Geflecht nationaler und damit zumeist wirtschaftlicher Interessen ist.
Hitzige Diskussionen, angestachelt durch ihre Vorstellung zur Umsetzung der Richtlinien entfachten immer wieder die Gemüter. Stille Postrunden, in denen zu bestimmten Ansätzen direkte Fragen an die jeweiligen Länder übermittelt wurden, schürten die Debatte an. Es kamen neue Problemfragen zu Tage, wie von den USA gestellt.
Zitat: „Was ist mit der Ernährung unserer Bevölkerung? Was passiert, wenn Flächen, die zur Anpflanzung von Nahrungsmitteln benötigt werden, plötzlich zu Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden?“
Wie sagt man so schön: „Keine Antwort ist auch eine Antwort.“ So standen sich die Länder bei dieser Aussage fragend gegenüber und fanden dafür keinen Lösungsansatz.
Auch das Gesamtergebnis fiel kaum anders aus nach einer Stunde debattieren. Lösungsansätze für das Klimaproblem und die Senkung des CO2-Ausstoßes gab es, doch eine wirkliche Einigung blieb aus. Kompromisse wurden in den Raum geworfen, jedoch stets basierend auf den eigenen wirtschaftlichen Interessen.
Es zeigt sich, dass es in einer solchen Runde von Nationen schwer möglich ist zu einer Einigung zu finden. Es sind Kompromisse und Unterstützung untereinander notwendig, um an ein gemeinsames Ziel zu kommen.
Zitat EU: „Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen werden wir es schaffen. Der Versuch eines Einzelnen zu lösen, was alle angeht, muss scheitern.“
Zitat USA: „Nur wenn wir alle verstehen lernen, dass es auf unser eigenes menschliches Überleben ankommt, werden wir es gemeinsam schaffen. Ansonsten ist das Bestreben von „Kyoto“ unerreichbar.“
Schlussendlich zeigt sich, dass Politik allgemein und speziell das Thema „Kyoto“ von außen betrachtet immer sehr schnell und einfach zu kritisieren ist. Doch Politik ist weder einfach noch lassen sich Entscheidungen schnell treffen. Es bedarf viel Feingefühl und einen langen Atem, um solch wichtige Debatten zu bestreiten. Dabei ein gemeinsames und länderübergreifendes Ziel zu erreichen, stellt eine große Herausforderung dar.
Für die Zukunft unserer Erde jedoch hoffen wir, dass unsere Politiker sich dieser Aufgabe bewusst sind und für eine endgültige und globale Entscheidung einstehen werden. Wir hingegen sollten uns dessen bewusst werden, dass wir uns ab und an in Geduld üben und nicht zu vorschneller Kritik neigen sollten an denen die für das Wohl unseres Planeten stehen.
Das Ziel, uns am heutigen Tage Politik verständlicher zu machen, ist damit allen Beteiligten gelungen. Nicht nur durch die Möglichkeit der BBS 3, sondern vor allem durch unser eigenes Engagement mehr zu erfahren und verstehen zu wollen.
Wir danken unseren Lehrkräften, unserem Schulleiter und dem „Team Global“ für diese Chance. Danken sollten wir jedoch auch uns selbst, denn ohne uns wäre dieser Tag nicht so erfolgreich geworden wie er es war.
Max Simon FOT 12B
Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Projekttag.
Kyoto-II-Protokoll-pdf