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Deutsch-Polnische Begegnung18.12.2011

Vlotho(BoDo). Ohne ihr schwarzes Habit und ohne Zylinder kamen die Schornsteinfeger zum Seminar mit ihren polnischen Freunden. Es rauchten denn auch nicht die Schlote, sondern die Köpfe beim Austausch über die Frage, ob Polen und Deutsche aus der leidvollen Geschichte etwas gelernt haben.

Gelöst beim Gruppenbild: Die deutschen und polnischen Teilnehmer beim gemeinsamen Seminar in Vlotho. Foto: Kohlmeyer

Gelöst beim Gruppenbild: Die deutschen und polnischen Teilnehmer beim gemeinsamen Seminar in Vlotho. Foto: Kohlmeyer

„Wir gehen bei diesem Begegnungsseminar davon aus, dass der europäische Einigungsprozess, trotz aller Schwierigkeiten sowohl für Deutschland als auch für Polen eine große historische Chance darstellt, weiterhin bestehende bilaterale Herausforderungen solidarisch und partnerschaftlich zu lösen“, erläuterte Dr. Zbigniew Wilkiewicz, der Gastgeber und Tagungs-
leiter im Gesamteuropäischen Studienwerk an der Steinstraße, der die jungen Leute gemeinsam mit
Dr. Gerhard Schüsselbauer, Navina Engelage, Jörg Stemmer und Aneta Gansler durch das Programm führte.

So erlebten und erprobten junge Schornsteinfeger aus Norddeutschland und Gymnasiasten aus Polen das reale Miteinander und das vielversprechende Füreinander im Zuge der gemeinsamen Tage in der Weserstadt. Der Berufsschullehrer Volker Eichhorn, der in Hannover-Langenhagen unterrichtet, organisiert einen jährlichen Austausch zwischen seinen Schülerinnen und Schülern und denen vom technischen Gymnasium aus Poznan in Polen. „Einige der Jugendlichen aus Poznan sind schon zum dritten aber auch letzten Mal dabei, denn sie machen jetzt ihr Abitur. Unsere Schülerinnen und Schüler haben in der Berufsschulzeit nur einmal die Gelegenheit, so ein wichtiges Seminar zu besuchen“, erklärt Volker Eichhorn. Die Zusammenarbeit der beiden Schulen in Hannover und Poznan hatte bereits in den 80er Jahren mit einem Lehreraustausch begonnen und mündete später in die Treffen der jungen Leute. Die Schornsteinfeger-Azubis kommen aus ganz Norddeutschland und einige auch NRW. In diesem Jahr hatte Volker Eichhorn eine besonders große Klasse mitgebracht, dafür war die polnische Gruppe kleiner als üblich. Im Gesamteuropäischen Studienwerk  kommt das Begegnungsseminar zum vierten Mal zustande, weil „es sich am GESW so gut arbeiten“ lasse, so Eichhorn. Um das Seminar in einem breiteren europäischen Kontext zu stellen wurde in gemischten Arbeitsgruppen mehrsprachig auf Deutsch, Polnisch und Englisch kommuniziert und gearbeitet. Die Ergebnisse wurden in einem Seminartagebuch im Internet festgehalten.

 

Reiseberichte aus Schülerhand finden Sie auf der Seite Schulpartnerschaft Poznan .

 



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