Am 26. Juni 1791 begann in der Wohnung des Kunstmeisters Jänicke am Stadtbauhof Friederikenplatz der erste Unterricht. Es sollte versuchsweise eine „Handwerks-Schule für Tischler, Zimmer-Leute, Maurer und Steinhauer“ aufgrund eines Beschlusses des Magistrats der Altstadt Hannover eingerichtet werden. Unterrichtet wurde getrennt nach Berufen. Sonntag-, Montag-, Dienstag- und Mittwochnachmittag von 15.00 – 17.00 Uhr. Aufgabe der Schule war es, den Lehrlingen während ihrer Lehrzeit "… in Handzeichnungen, Rissmachen und der nötigsten Grundlehre der Handwerksmathematik einen freien Unterricht…" zu verschaffen.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 1848 war dann der Schulbesuch der Handwerksschule in den beiden letzten Lehrjahren Zulassungsvoraussetzung zur Gesellenprüfung.
Am 1. April 1860 wurde die Schule als "Gewerbeschule“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gewerbeschule wurde zunächst von Stadtinspektoren, Baumeistern und Bauräten geleitet.
Das Land Preußen erließ zum ersten Mal "Bestimmungen über Einrichtungen und gewerblicher Fortbildungsschulen“.
Am 1. April 1913 begann die Städtische Fortbildungsschule (für Lehrlinge) mit neuen Strukturen:
Die Klassen des Baugewerbes waren am Aegidiendamm 6 untergebracht.
Nach mehreren Umzügen erhielten die Abteilungen Baugewerbe, Baunebengewerbe, Holzgewerbe, Klempner, Karosseriebauer und Gärtner ein eigenes Schulgebäude nach dem Umbau der ehemaligen Knaben- und Mädchenschule in der Schaufelder Straße 30. Es war der Beginn der Gewerblichen Berufsschule III (GBS III).
Am 1.11.1945 wurde der Unterricht notdürftig wieder aufgenommen. An der GBS III wurde in folgenden Abteilungen unterrichtet: Bau- und Baunebengewerbe (Maurer, Bauzeichner, Fliesenleger, Isolierer, Betonbauer, Betonwerker, Dachdecker, Vermessungstechniker, Schornsteinfeger), Holzgewerbe (Tischler, Zimmerer, Modellbauer), Gartenbau und Jungarbeiter.
Am 1.10.1966 bezog die GBS III das für „eine kurze Übergangszeit“ hergerichtete Gebäude der ehemaligen Humboldtschule (Gymnasium) in der Beethovenstraße 5 in Hannover-Linden.
Am 26.3.1975 wurde der Neubau der GBS III in der Ohestraße 6 bezogen. Die Jungarbeiter-Abteilung blieb in der Beethovenstraße und wurde eine eigenständige GBS VI. Die Abteilung Kraftfahrzeugtechnik der GBS IV wurde an die GBS III verlegt.
Am 3.7.1978 erfolgte die Umbenennung in Berufsbildende Schule 3. An der Berufsbildenden Schule 3 (BBS 3) werden folgende Abteilungen unterrichtet: Bautechnik, Holztechnik, Kraftfahrzeugtechnik und Sonderberufe wie z. B. Glaser, Schornsteinfeger, Vermessungstechniker, Isolierer. Außerdem werden folgende weiterführende Schulformen geführt: Berufsaufbauschule (BAS) und Fachoberschule (FOT).
Am 1.8.1990 wird die BBS 3 UNESCO-Projekt-Schule.
Am 1.9.1990 beginnt der Modellversuch Umweltschutz im Berufsschulunterricht für Baunebenberufe (didaktisch-methodische Konzeption).
200-Jahr-Feier der BBS 3.
Zum 1.8.1992 wurde die Abteilung Versorgungstechnik von der BBS 5 an die BBS 3 verlegt.
Zum 1.9. 1994 wurde die Abteilung Kraftfahrzeugtechnik an die BBS 6 am Goetheplatz verlegt. Gleichzeitig kam die Abteilung Farbtechnik und Raumgestaltung als Außenstelle der BBS 1 an die BBS 3.
Die endgültige Verlegung an die BBS 3 erfolgte am 1.2.1996 durch die Versetzung der Lehrkräfte. Damit hat sich die BBS 3 ein Profil gegeben:
Schule für Berufe am Bau mit folgenden Abteilungen: Bautechnik, Holztechnik, Versorgungstechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, weiterführende Vollzeitformen.
Zum 28.8.1997 wurde die neue Schulform Berufsoberschule (BOT) eingerichtet, die in der Region Hannover und darüber hinaus nur an der BBS 3 geführt wird.
Am 16.1.1998 wurde die BBS als EXPO-Schule zertifiziert.
Die BBS 3 hat einen neuen Schulträger: die neue Region Hannover. Seit dem 1.1.2003 nimmt die BBS 3 an dem großen landesweiten Schulversuch teil:
„Berufsbildende Schulen als regionale Kompetenzzentren“ ProReKo - Schule
Gründung einer Handwerks-Schule
"Gewerbeschule“ wird der Öffentlichkeit präsentiert
Umbenennung in Berufsbildende Schule 3
Die BBS 3 wird UNESCO-Projekt-Schule.
200-Jahr-Feier der BBS 3